Es tut sich was am Hals. Stehkragen, Half-Zips und Rollis prägen progressive Looks im Menswear-Herbst.

Rollkragenpullover gelten als ewige Designer-Lieblinge. Die aber nie den kommerziellen Durchbruch schaffen. Sie sind oft zu warm, oder vielleicht den Kunden einfach nur zu unbequem. Doch jetzt bekommt der Look um hohe Kragenformen neuen Drive. Der Wollrolli in Reinform spielt dabei allerdings nur eine Nebenrolle. Neue Formen mischen das in Herbst und Winter so umsatzträchtige und wichtige Knitwear-Segment auf. Inspirationen kommen vor allem aus Streetwear und Sport.

Vor allem Stehkragenformen greifen in diesem Zusammenhang Raum und werden mit Logo-Ideen kombiniert. Progressive Kollektionen wie Acne Studios und Calvin Klein haben dem Stehkragen-Sweatshirt mit Logo-Intarsie oder Stickerei den Weg geebnet, Retro-Labels wie Ellesse und Fila ziehen nach und nähen das Markenemblem an die Halspartie. Tommy Hilfiger widmet sich dem Stehkragen-Trend in der aktuell massiv beworbenen Kollektion mit Rennfahrer Lewis Hamilton, der Zip-Styles zu Karo-Jacken oder Logo-T-Shirts kombiniert und so prominent in Szene setzt. Lyle&Scott wiederum pusht abgeräumte Schlupfblousons mit Half-Zips und hohen Kragen.

Winterklassiker wie Troyer werden in vielen Facetten neu gedacht. Zum Beispiel über Layerings, Colour-Blocks und markante Zipper, die mit Ringpullern oder farbigen Bändern ausgestattet werden. Kontastfarbige Paspelierungen kommen zum Beispiel bei Brands mit Outdoor-Heritage wie Napapijri zum Einsatz.

Diese neuen Half-Zip-Varianten gestalten den Übergang zwischen Sweatshirt und Outerwear fließend. Modische Konzepte wie Urban Outfitters und Asos forcieren aktuell verstärkt Looks, die mit klassischen Camping-Styles wie Fleece-Jacken und -Westen spielen. Natürlich als Schlupf-Styles. Brands wie Patagonia oder die ACG-Linie von Nike befeuern diesen Look mit mehrfarbigen Produkten, die den bunten Sneakern, die dazu kombiniert werden, in nichts nachstehen.

Progressive Player wie A.P.C. oder Wood Wood rücken neben den neuen Varianten auch den Rollkragen-Klassiker an sich in den Vordergrund. Vor allem das Layering von Fein- und Grobstrick soll das Style-Potenzial des Evergreens verdeutlichen. Argyle- oder Norweger-Pullis werden mit dünnem Rolli kombiniert, auch Turtlenecks unterm Hemd sind in diesem Genre ein beliebter Style-Kniff. Vor allem, wenn neue Overshirts − ob aus Cord oder Canvas, aus Denim oder Flanell − zum Einsatz kommen, wird die Idee auch kommerziell interessant.
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