Vom Wüstenmärchen bis zur Steppen-Safari: der Saisonstart steht bei den Vertikalen ganz im Zeichen der Natur. Angetrieben durch den Hang zu mehr Ruhe und Minimalismus in den Designerschauen, präsentieren sich auch die Vertikalen nun deutlich ruhiger. Mit weniger Animal, Glam und Neonfarben als zuletzt – dafür mehr natürlichen Farbigkeiten und Materialien.

Auch die Kampagnen der High Street werden entsprechend in natürlichen Kontexten inszeniert. So präsentiert Zara seine Kollektion auf Sanddünen, während H&M seine Studio-Kollektion in Arizona vor roten Felsen und Canyon-Wänden ablichtet. Mango setzt auf „Down to earth” mit sommerlichem Tailoring in Erdtönen.

Auch ein Blick in die Kollektionen der High Street ergibt, dass sich derzeit mehrere Facetten des Natur-Themas abzeichnen: von modern interpretiertem Leinen über Utility-Styles im Safari-Stil bis hin zu modernem Batik. Artisanale Einflüsse, eine weitere Facette, haben sich zum Frühjahr bereits in den Schauen von Phillip Lim, Isabel Marant und Ulla Johnson durchgesetzt. Nun halten sie auch Einzug bei Zara, Cos und Co.

Die Protagonisten der Bewegung: Häkeleien und Geklöppeltes, Fransen und Troddeln. Makramé und Stickereien, Raffia und Bast. Stroh und Holz – das reicht bis hin zu den Accessoires. Verarbeitungstechniken und Qualitäten vermitteln gleichermaßen den Eindruck handwerklichen Know-hows. Die Attitüde: bäuerlich und gewollt ursprünglich. Dabei bringen die Anbieter auch oft mehrere Themen zusammen. So zeigt Bershka etwa seine Batik-Jacken zu artisanal anmutenden Flechtsandalen − und damit, dass die Übergänge zwischen den Facetten fließend sind. Hauptsache Natur.

Mehr zum Saisonstart der Vertikalen, dem Visual Merchandising und den Kampagnen lesen Sie am 27. März ab 17 Uhr im E-Paper der TextilWirtschaft und am 28. März in der gedruckten Ausgabe.
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Iheart (links), Essentiel Antwerp