Zur London Fashion Week strömen modebegeisterte Einkäufer, Journalisten und Influencer scharenweise nach London. Die britische Hauptstadt ist in diesen Tagen ganz auf Mode eingestellt. Für die Visual Merchandiser gilt es also umso mehr, begeisternde und einladende Schaufenster zu schaffen. Wir haben ein wenig Window Shopping betrieben – und die besten Schaufenster zur Londoner Fashion Week fotografiert und kuratiert. Dabei zeigt sich ein klarer roter Faden: Spiegel-Installationen, die im Mix mit Neonröhren spannungsreiche Effekte kreieren. Modisch dominieren Checks, Animal-Prints, Terracotta-Töne sowie kräftige, fast Neon-Farben.

Eye Candy

Passend zur neuen Eyewear-Fläche setzt der Londoner High End-Department Store das Thema Augen in Szene. Mit Geschick: Im Zentrum jedes Schaufensters stehen Metaphern oder Liedtexte zum Thema Auge. So zieren zwei lasierte Ton-Tiger mit Brille eines der Fenster, daneben der Spruch „Eye of the Tiger“. Eines weiter: „Keep your eyes peeled“, mit einem Haufen Bananen. Oder „Apple of my Eye“, dazu eine Handvoll Äpfel.

Hinter Gittern

Auf der Sloane Street reiht sich ein Luxus-Laden an den nächsten. Dabei kommen alle ohne schwere Gitter aus – bis auf Gucci. Diese dienen allerdings weniger dem Schutz als vielmehr der Optik, sind sie doch Gucci-gebrandet und befinden sich noch hinter dem Schaufenster, im Laden selbst. Dahinter aufgereiht stehen die Mannequins und erinnern an in Reih und Glied aufgestellte Gefangene – in modischer Montur. Dazu kommt ein Element, dass auch viele weitere Schaufenster prägt: verspiegelte Böden und Decken, die die Looks gefühlt hundertfach multiplizieren.

Luxus leuchtet

Beim Luxus-Department Store stehen zur Fashion Week die Designer im Fokus. So stehen die Fendi-Mannequins vor antiken Türen, die mit Neonröhren versehen sind – übrigens ein wiederkehrendes Motiv der Londoner Schaufenster dieser Tage. Im Chanel-Fenster sitzen die Models samt Gepäck im Pick-up, bei Prada kommen erneut Spiegel zum Einsatz. Bei Burberry thronen die Leder-Shopper inmitten einer Gewächshaus-Installation.

Spiegel-Effekt

Der britische Fast Fashion-Retailer treibt in der Hauptstadt den ohnehin omnipräsenten Spiegel-Trend auf die Spitze. Durch die Neonröhren und die verspiegelten Decken und Böden scheint sich das Fenster schier unendlich nach hinten zu duplizieren. Dekoriert werden darüber hinaus die modischen Themen, die auch viele der restlichen Fenster prägen: Animal-Prints, Lack-Trenchcoats, Checks und Fake Fur – für Frauen wie für Männer.

Scheren-Schnitte

Starke Frauenbilder prägen die Präsentation des Luxus-Department Stores. Auf dem Boden vor den Fenstern stehen in Neon Sprüche wie „Giving women confidence since 1831“ oder Zitate berühmter Frauen. Dabei ist das Glas mit schwarzer Folie beklebt, lediglich durch Ausschnitte in Form von Frauenkörpern können die Figuren einen Blick auf die Puppen erhaschen.

Neon-Safari

Reptil, Leopard, Zebra. Die Rede ist nicht etwa von einer Safari, sondern dem Schaufenster des Fast-Fashion-Spezialisten. Am eindrücklichsten zeigen sich diese Elemente – neben den zu diesem Zeitpunkt weit verbreiteten Neon-Röhren – im Store auf der Knightsbridge nahe Harrods. Auf der Oxford Street werden ebenfalls Neon-Lichter in Szene gesetzt, hier hängen sie aber zusätzlich geballt in Vorhang- oder Wellenform von der Decke.

Streng geometrisch

Im Fokus: Wolle, Strick und Cord. Allesamt in Knallfarben von Pink über Royalblau und Orange bis hin zu Gelb. Und auch hier: Neon-Lights und Spiegeleffekte, die nach oben hin das Fenster optisch fortsetzen.

Fokus Fashion

Das Licht windet sich hier nicht nur spiralenförmig um die tanzenden Mannequins, sondern ist zudem zeitlich auf die Präsentation abgestimmt. Steht der Passant vor dem mit dicken, blauen Samtvorhängen dekorierten Fenster, wird immer nur eine der drei Figuren beleuchtet. Über den anderen beiden erlischt zu diesem Zeitpunkt der Lichtstrahl. So ist immer ein Look klar im Fokus.

Traffic Jam

Viel Verkehr zur Fashion Week. Passend dazu hat der Department Store das Thema „Traffic“ zum bestimmenden Element der Fenster auserkoren. So stehen zwischen den Mannequins aufgetürmte Autoreifen oder Pylone, auf der Rückwand Sprüche wie „Do a bit of stopping traffic“ oder „Do a bit of taking it out for a spin“. Die modischen Themen dabei ebenfalls: Karo, Animal, Fake Fur.

Power Sports

Keine Looks, keine Videos – zurück zum Wesentlichen. Nike platziert auf der Oxford Street prominent überlebensgroße Drucke seiner aktuellen Kampagne in den Fenstern. Damit bewirbt der Sportartikel-Hersteller zugleich die Tech Pack Collection, der Schriftzug ist in dicken Lettern prominent mittig angebracht. Simpel, aber wirkungsvoll.
Mehr Schaufenster
Visual Merchandising

Herbst-Vorboten

More Jades
Frühjahrsschaufenster 2018

Window Shopping in London

Debenhams startet mit voller Lautstärke in London in die Saison