Highlights im Hochsommer. Während vielerorts Sale-Schilder dominieren, versuchen sich Sneaker-Brands diesem Rhythmus zu entziehen – mit immer neuen Kooperationen. Drei progressive Hingucker.

Adidas Consortium X A Kind of Guise

„No worries we've done this before” – Keine Angst Leute, wir haben das schonmal gemacht. So lautet der Slogan der Kooperations-Kollektion des progressiven Münchner Premium-Labels A Kind of Guise mit Adidas. Und was soll man sagen: es stimmt. Es ist tatsächlich bereits das zweite Mal, dass sich die beiden Parteien zusammentun. Ergebnis der jüngsten Zusammenarbeit ist eine Sonderausgabe des uncaged Ultraboost, ein Laufschuhstyle mit besonderer Oberflächen-Struktur. Und Farbstellung. In hellem Sandton und leuchtend gelber Sohle und hervorblitzenden Details kommt der Hochsommersneaker. Flankiert wird das Modell mit einem nicht weniger strahlenden Badetuch mit Logo-Print. Sieht ganz so aus, als würden sich auch Stage Towels einer Oversized-Kur unterziehen. Auf den Markt kommen die Produkte am 28. Juli.

Converse X JW Anderson

Ebenfalls schon geübt in der Zusammenarbeit aber dadurch nicht weniger außergewöhnlich wird es bei Converse und JW Anderson. Unter der Überschrift „Toy” wird das Modell Chuck 70 einem kunstvollen Re-Design unterzogen. Inspirationsgeber für Jonathan Anderson waren Keramiken und Skulpturen des Künstlers Ron Nagle. Besonders ins Auge stechen bei den High Tops und Low Cuts die glänzenden Lackleder in leuchtenden Farben sowie die flauschigen Schnürsenkel.

Nike X Parra

Keine leichte Aufgabe, die sich der niederländische Künstler Piet Parra für seine Zusammenarbeit mit Nike da gestellt hat. „Wie kann ich etwas machen, das es vorher noch nicht gab?” Denn man muss wissen, dass auch Parra ein Wiederholungstäter ist. Er steht vor allem für besondere Colourways, die er schon vor Jahren für Nike entwickelt hat (zum Beispiel den 2005er Air Max 1 in der Farbstellung Brownstone/Blue Reef-Dark Oak, der jetzt bei Resellern für 2500 bis 3000 US-Dollar zu haben ist). 2005 ist allerdings lange her. Das letzte Mal, dass Parra etwas für Nike entworfen hat, liegt fast zehn Jahre zurück. Ein Air Max 1 im Jahr 2009. Für die jetzige Kooperation hat der Künstler sich dazu entschieden, als Ausgangspunkt für zwei neu gestaltete Sneaker (einen Air Max 1 und einen Zoom Spiridon) zunächst ein Bild zu malen und dann den Schuh einzubinden. Es ist ein abstraktes Landschaftsgemälde. Satte Streifen und Linien ziehen sich über Hügel, bauschige Wolken am blauen Himmel. Und das alles am Ende auf den zwei Schuhen. Beziehungsweise drei. Denn es gibt auch eine AM1-Version ohne Swoosh. Und für die, die es größer mögen, wird das Motiv auf einen Trainingsanzug gezogen, der die Kooperations-Kollektion abrundet.

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