Von Kitotex bis Oxygene: Die Denim-Weber setzen auf nachhaltige Innovationen. Darauf setzen die Macher im Jeansstoff-Business zur kommenden Saison.



Julien Eickelmann, Vicunha: „Wir arbeiten mit Pre-Consumer-Ware, also Resten aus Spinnerei und Weberei. Fasern, die wirklich viel zu kurz sind, um sie noch zu verwenden, pressen wir zu Briketts, mit denen die Boiler angefeuert werden. Auch das verwendete Wasser wird zu 100% wieder aufbereitet und kommt größtenteils erneut in die Produktion oder wird zur Pflanzenbewässerung genutzt. Wir recyceln also wirklich alles.”



Benedikt Härtl, Agentur Härtl / Tavex: „TTC – Tavex Total Care. Unter diesem Claim haben wir das Thema massiv ausgebaut. Wir können Nachhaltigkeit von der Baumwolle bis zum fertigen Stoff bieten. Auf dem deutschen Markt herrscht da gerade eine unheimlich große Nachfrage und ich habe das Gefühl, dass sich nachhaltige Produktion nun wirklich durchsetzen könnte – auch wenn es bereits länger ein großes Thema in der Branche ist.“

Gülfem Santo, Orta Anadolu: „Wir stellen die Saison unter das Motto ‚The New Dawn of Denim‘. Wir reden zwar schon seit Saisons über Nachhaltigkeit, aber jetzt machen sich immer mehr Menschen Gedanken darüber, was für eine Welt sie der nächsten Generation überlassen. Wir haben die Produktion beispielsweise so umgestellt, dass wir im gesamten Prozess etwa 40% weniger Wasser verbrauchen.“

Wolfgang Schmülling, Calik: „Wir setzen auf ‚Oxygene‘, ein spezielles Indigo-Färbe-Verfahren, das wir seit zwei Saisons im Programm haben. Wir sparen dabei die Hälfte der Chemikalien, 90% des Wassers und – dank Zeitersparnis – Energie. Organic Cotton und GOTS-Zertifizierung sind ohnehin selbstverständlich. Viel teurer dürfen diese Produkte momentan nicht sein. Aber irgendwann muss und wird der Bruch mit der konventionellen Produktion kommen.“

Olgun Oral, Kilim: „Für unsere recycelte Baumwolle nutzen wir alte Jeans, für recycelten Polyester Plastikflaschen. Die Nachfrage steigt. Deshalb ist die Investition in Nachhaltigkeit für uns extrem wichtig, auch wenn sie die Produktion im Schnitt um 50% verteuert. Das liegt vor allem an den recycelten Fasern, die wir aktuell aus Spanien und Frankreich beziehen.“

Die ausführliche Analyse zu den Stofftrends ins Mens- und Womenswear lesen Sie in der Ausgabe 4 der TextilWirtschaft ab Mittwoch, 24. Januar, 18 Uhr, auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag, 25. Januar, in der gedruckten Ausgabe. Die Newsline Fabrics mit den Menswear-Trends für Frühjahr 2019 erscheint am 1. Februar.
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