Neue Prozesse und Produkte prägen das Business. Dabei geht es nicht mehr nur um Look und Funktion, sondern vor allem auch um den schonenden Einsatz von Ressourcen und ganzheitliche Produktions- und Wiederverwertungs-Ansätze. News zur Saison.

Gore bringt „Solution dyed“ auf den Markt. Bei diesem Prozess werden Farbstoffe mit Nylon- oder Polyestergranulaten vermengt, bevor sie zum Garn gesponnen werden. Das so hergestellte Garn ist dauerhaft gefärbt. Thomas Kiebler, Entwicklung Textilien für Outdoor-Kleidung bei Gore Fabrics sagt: „Diese Färbemethode hilft uns, die Umweltbilanz unserer Produkte zu verbessern.“ Durch die Farbechtheit werde eine lange Tragedauer der Produkte gefördert. Zudem will das Unternehmen das Angebot an recycelten Oberstoffen in seinem Gore-Tex Portfolio erweitern, um Kunststoffabfälle zu verringern. Dabei gibt es Nylon aus Produktionsabfällen sowie wiederverwertetes Polyester aus PET-Flaschen.

Membran-Hersteller Sympatex hat sich zum Ziel gesetzt, den Textilkreislauf zu schließen. Die Funktionsjacke 4.0 aus 32 recycelten PET-Flaschen ist PTFE-frei und PFC-frei. Das Modell ist 100% recyclingfähig und kann somit am Ende seiner Tragezeit wieder über ein Upcycling-Verfahren zu neuen Fasern ausgesponnen werden. Hierfür hat sich Sympatex im Rahmen der neuen Industriekooperation wear2wear mit vier Partnern zusammengeschlossen. Jeder dieser Partner ist spezialisiert auf einen anderen Teil der Wertschöpfungskette für die Herstellung von Funktionstextilien. Sympatex will mit wear2wear seine „Agenda 2020“ forcieren. Teil dieser Strategie sei es, bis zum Jahr 2020 ausschließlich komplett schadstofffreie, recycelte und komplett recycelbare Funktionstextilien anzubieten.

Schoeller aus der Schweiz präsentiert ein Garn aus Kaffee-Aktivkohle namens Nilit Heat. Dieses wärmeisolierende Garn fängt Körperwärme auf und speichert sie. Diese Innovation ist ein Segment der Herbst/Winter-Kollektion 2019/20.

Re.Verso by Filpucci ist ein auf Kreislauf-Wirtschaft basierendes Projekt, in dem Cashmere-Garne, Baby-Camel und extrafeine Merinowolle zum Einsatz kommen. Re.Verso bildet die Plattform für verschiedene Hersteller, die sich der Wiederverwendbarkeit annehmen. Zu Kunden zählen etwa Stella McCartney, Filippa K und Patagonia.