Es wird wieder kerniger, härter, männlicher. Hipster-Bärte können eine Portion Baumarkt-Feeling gebrauchen. Das heißt nun aber keineswegs, dass die Looks einfach nur mehr Gewicht und dunklere Farben bekommen. Kernig ist nur die Wirkung.

Eingesetzt werden locker leichte Materialien, vor allem vieles aus den Techno-Laboren der Aktiv Sport-Industrie. Gewaschene Oberflächen in erdigen Farben markieren die Spitze des Trends. Denim wird mit Leinen gemischt, um eine gewisse Struktur zu erlangen. Leinen wird vermehrt auch solo eingesetzt wie etwa für lässigen Strick oder coole Workwear-Jackets.

Frank Weber von Velcorex sagt: „Wir fokussieren auf tonige Pigmentprints und auf Microstrukturen. Leichtgewichte mit höherer Elastizität spielen eine wichtige Rolle, möglichst auf Broken Twill und ähnlichen Strukturen. Neu ist die Offenheit für Tencel/Leinen und Baumwolle/Tencel.“

Experte Winfried Rollmann vom Deutschen Modeinstitut formuliert die neue Trend-Richtung so: „Es geht um sichtbare Natürlichkeit. Ob Reliefe, Strukturen oder derbes Leder.“ Pigment-Färbungen sorgen dabei für Belebung, vor allem auch um hier und dort Motive aus der Welt der Natur einfließen zu lassen. Für mutige Kollektionen dürfen auch afrikanische Tribal-Motive nicht fehlen.