Vom hässlichen Entlein zum Star. Und Topseller. Anfangs hassten sie alle. Die weiten, verkürzten Hosen. Als sie vor einigen Saisons auf den Markt kamen, erinnerten sie altgediente Fashion-Profis an die schon in den 1990ern verhassten Hosenröcke. Und tatsächlich waren diese Culottes in ihrer ersten Saison − ziemlich unvorteilhaft, weil sehr weit geschnitten und gerade mal kniebedeckend - ein gewaltiger Flop.

Doch so groß danach auch der Widerstand des Einkaufs ihnen gegenüber war, so beharrlich griffen dann doch immer mal wieder Konsumentinnen nach ihnen, sobald sie − mittlerweile deutlich verschlankt und verlängert − am POS auftraten. Das Ergebnis: sichtbar in diesen und den kommenden Wochen im Straßenbild.

Kevin Gallagher, Head of Buying Womenswear Core, Zalando

„Deutliche Verschiebungen bei Hosen”

Kevin Gallagher, Head of Buying Womenswear Core, Zalando


Der Modehandel berichtet durchweg von guten bis sehr guten Ergebnissen mit verkürzten, weiten Hosen. Natürlich dominieren schlanke Silhouetten weiterhin das Geschehen im Hosenmarkt unter Umsatz-Gesichtspunkten. Doch dass sich daneben eine größere Vielfalt anderer Silhouetten behaupten kann, ist nicht zuletzt diesen neuen, unkomplizierten Culottes zu verdanken. Sie sehen gleichermaßen gut aus zum Ankle Boot wie zur Sandalette, zu Sneakern wie zu High Heels. Sie lassen sich mit modischem Blazer wie mit Seidenbluse oder oversized Pulli kombinieren − sofern dieser vorne in den Bund gesteckt wird und Taille andeutet.

Obendrein gibt es sie mittlerweile in beachtlicher Vielfalt: von extrem weit in A-Silhouette bis zu gerade mal leicht weiteren Formen, von feinen Nadelstreifen bis zu raumgreifenden Blumendessins, von (leichtem) Denim bis zu fließenden Qualitäten.  Und damit ist das Ende der Culottes für diesen Sommer noch lange nicht gekommen: Viele Händler glauben gar, dass sie mit steigenden Temperaturen als Hochsommer-Hose im Konzert mit Bermudas, Capris und Shorts ihren Peak noch erst vor sich haben.
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