Ein Klassiker erneuert sich. Das Poloshirt, mit dem Abklingen der letzten Plakativitäts-Welle rund um Sailing, Yachting und Co. etwas in der Versenkung verschwunden, verzeichnet wieder Rückenwind. Drei Faktoren entscheiden im Detail.

Neben dem augenscheinlichsten Innovations-Signalgeber Farbe – vor allem Rot-Weiß-Blau-Varianten sind omnipräsent, dazu eine Fülle an frischen Fruchtfarben – gibt es auch weniger offensive Elemente, die zur Auffrischung des Sommer-Klassikers beitragen. Vor allem innovativer Muster- und Wareneinsatz macht die Oberteile zu neuen Hinguckern. Und teils auch zu veritablen Alternativen zum Powerseller T-Shirt, das vielerorts noch die Topseller-Listen dominiert.

Neue Blöcke

Uni allover ist passé. Und Konstrastringel und -abschlüsse sind schon lange nicht mehr das höchste der Gefühle, wenn es um Colourblockings geht. Die neue Lust auf Retro-Looks bringt eine Vielzahl an Farbflächen-Spielen mit sich. Von dezent und tonal bis kontrastierend und krawallig.

Retro-Ringel

Vorhersehbarer geht es kaum: kommt der Sommer, kommen die Ringel. Maritime Looks sind bei steigenden Temperaturen so sicher wie kaum ein Fashion-Thema. Damit es wieder Zugkraft entwickelt, müssen neue Impulse her. Vor allem aus Oldschool-Sport und Retro-Streetwear kommen die wichtigsten Trend-Einflüsse. Zwischen Tennis-Profi und Fußball-Hool liegt das Spannungsfeld. Vor allem cleane Spielarten der Querstreifen gelten als wegweisend. Klare Linienführung, lockere Schnitte, immer retro, aber das schön ordentlich — nie runtergewaschen und ausgebleicht.

Neuer Wareneinsatz

Piqué, na klar. Das Standard-Material für Polo-Shirts dürfte auch diesen Sommer wieder für die meisten Sortimente tonangebend sein. Mit Stretch versehene Qualitäten greifen neben der Klassiker-Ware weiter Raum. In der modischen Spitze gibt es jedoch weitere Facetten. Vor allem softe, tiefe Stofflichkeiten werden verstärkt eingesetzt. Die Hype-Profis von Supreme haben in ihrer jüngsten Kooperations-Kollektion mit Lacoste einen Schwerpunkt auf Samt-Styles gesetzt. Auf losen Schnitten und ansonsten recht cleanen Looks, soll die leicht schimmernde Ware die etwas schrägen Orange- Rosa- und Grün-Töne progressiv in Szene setzen. Vor allem aus dem Premium-Genre kommen neue Frottee-Styles. Als Teil smarter Preppy-Looks oder hochsommerlicher After-Beach-Outfits wird die Ware neu in Szene gesetzt. Leicht überschnittene Formen und Knopfleisten ohne Knöpfe machen hochmodische Styles im Detail aus. Einen Schritt kommerzieller geht es mit gestrickten Typen, die softer und lockerer wirken als die kompakten Piqué-Klassiker. Jacquard-Typen bringen zudem wieder Muster aufs Polo, ohne die Druckmaschine anzuwerfen.

Eine Analyse des Polo-Business' in der Menswear lesen Sie ab Mittwoch, 25. April, 18 Uhr, in der TextilWirtschaft auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag, 26. April, in der gedruckten Ausgabe.
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