Das sind die Top-Teile

Starke Aufsteiger, echte Dauerbrenner – die Must-have-Pieces zum Frühjahr

Noa Noa

Mit großen Schritten geht es in die Einkaufsrunde zum Frühjahr. Die DOB ist geprägt von starken neuen Modethemen. Farbigkeit, vor allem allover, gewinnt weiter an Bedeutung. Der Trend zu mehr Sexyness trifft auf die neue Lust aufs Tailoring. Daneben erlebt der Mini ein Comeback. Von Minirock bis Maxihose - sieben Themen mit Potenzial.

Der Mini

Joop!
Er ist der Inbegriff von Weiblichkeit und Sexyness. Bereits zum Herbst war er in ersten Kollektionen zu sehen, aber jetzt ist er wieder voll da. Und das, obwohl er im Sommer auch ohne Strumpfhose funktionieren muss. Trotzdem glauben Kreative wie Einkäufer fest an ihn. Natürlich nicht nur gürtelbreit wie bei den Vorbildern vom Laufsteg, sondern wohldosiert – aber durchaus mutig. Es geht oft um mehr als eine Handbreit über Knie. Und das gerne in plakativer Farbigkeit oder mit markantem Print. Das Silhouetten-Spiel reicht von schön schmal und figurbetont bis zu feminin schwingend. Die Frauen haben wieder Lust, ihre Weiblichkeit zu unterstreichen.

Der farbige Anzug

Marc Cain
Ein echtes Statement: Das Tailoring-Comeback läuft auf Hochtouren. Die Umsätze in diesem Frühjahr setzen große Hoffnungen und klare Bekenntnisse zu Konfektion frei. Fast noch stärker als den Blazer bewerten die Anbieter den Anzug, und zwar den Anzug in kräftiger Farbe. Allen voran dabei immer noch Bottega-Grün, das im Gros der Kollektionen exzessiv präsentiert wird. Durch den endlich breiteren kommerziellen Erfolg weiter Hosen-Silhouetten bekommt der Anzug einen zusätzlichen Push. Denn so erhält er sich bei allem Chic eine lässige Attitüde. Ein Muss für modische Sortimente, zumal er auch Party-Potenzial mitbringt.

Der Blazer

Luisa Cerano
Er war in diesem Sommer schon der Aufsteiger der Womenswear. In vielen Sortimenten hat er sogar gefehlt. Zum nächsten Frühjahr legen die Kollektionen in Sachen Blazer also nochmal deutlich nach. Es gibt eine riesige Varianz an Silhouetten und Qualitäten. Im Kern bleibt es lässig, leicht oversized oder zumindest gerade geschnitten. Vereinzelt werden aber auch wieder leicht taillierte, schmalere Ausführungen aufgelegt. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass es an den "typischen alten" Blazer erinnern könnte. Wichtige Alternativen sind erneut die Weste, die bereits als Aufsteiger gilt. Und kastige Jacken im Chanel-Stil, die oft in mehrfarbigen Bouclé-Qualitäten gearbeitet sind.

Das Kleid

Essentiel Antwerp
Das Kleid hat uns schon durch die Pandemie-Zeit getragen. Ohne das weit schwingende Hängerchen oder Kaskadenkleid ging gar nichts. Dieser Look hat sich inzwischen ziemlich erschöpft. Jetzt bekennt auch das Kleid wieder Figur, zeigt Kontur. Schmalere Linienführung, Taillenbetonung, Raffungen, Drapés und auch wieder schmalere Schultern verleihen Kleidern wieder mehr Sexappeal. Auch Cut-outs oder Open-Backs werden in der Spitze gezeigt. Sogar körpermodellierende Rippenkleider in Strick oder edlen, leicht glänzenden Jersey-Qualitäten sind wieder da. Das Ganze natürlich neben Midi- auch in Minilängen. Das Kleid spielt wieder mit allen Formen weiblicher Reize.

Die Bluse

Noa Noa
Die Rückkehr der Weiblichkeit rückt auch die Bluse wieder ins Zentrum des Geschehens. Sie hat jetzt ihren Auftritt, nachdem sich bei den Frauen doch eine ziemliche Hoodie- und Sweat-Müdigkeit eingestellt hat. Es wird femininer denn je: Fließende Qualitäten, neue grafische Druckbilder, Schleifen- und Schluppen-Varianten, immer noch gekräuselte Schultern, Volant-Details, Smok- oder Wickel-Elemente, tiefere Dekolletés, Rückenausschnitte und sogar wieder Halterneck-Styles markieren die unterschiedlichen Spielarten, die die Bluse jetzt zum wiederentdeckten Liebling machen. Auch die Ärmel zeigen sich in neuer Vielfalt, mal mit viel, mal ohne Volumen.

Die weite Hose

Closed
Viel besprochen, nun eingetreten: der Silhouettenwandel. Alle Weiten, alle Längen sind erlaubt und setzen sich jetzt endlich auch kommerziell breiter durch. Insbesondere die Wide Leg hat zuletzt spürbar an Fahrt aufgenommen und setzt auch im kommenden Frühjahr spannende Impulse – beispielsweise über ein mutiges Farbspiel und neue Texturen. Aber auch über das Formenspiel von voluminösem A-Shape bis zu gemäßigtem Straight Leg. Eine elementare Rolle spielen die weiten und lässigen Shapes nicht zuletzt rund um das Trend-Thema Tailoring. Schließlich verleihen sie dem Look die nötige Modernität. Ein absolutes Must-have also, sowohl für legere als auch für angezogene Styles.

Der artisanale Strick

Marc O'Polo
Es geht um Handwerklichkeit, um Charakter, um starken Ausdruck. Mitunter auch um ein wenig Seventies Hippie- und Boho-Attitüde. Wenngleich Häkel-Optiken sehr modern, eher als Netz-Optik, in neuen Gitter-Strukturen oder als Ajour umgesetzt werden. Strick bleibt ein zentraler Player. Hier haben die Kreativen viel in neue Maschenbilder und Strukturieren investiert. Auch Mouliné- und mehrfarbige Garne erzeugen Spannung. Ebenso breit gefächert ist die Formenpalette: vom cropped Pulli über den Pullunder und die oversized Hülle bis zu körperbetonten Kleidern und Zweiteilern wird die komplette Bandbreite aufgefahren.
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